Salzburg 2019

Der Philharmonische Chor im Salzburger Dom

2019 ist ein Mozart-Jahr – vor 300 Jahren wurde Leopold Mozart, Vater von Wolfgang Amadeus, geboren. Und das in Augsburg, keine 500 m entfernt vom heutigen Probelokal des Philharmonischen Chors. Grund genug für uns, uns einiger der viel zu selten aufgeführten Werke des Komponisten anzunehmen. Und welcher Ort wäre dafür besser geeignet als die Stadt, die als DIE österreichische Mozartstadt quasi das Pendant zur deutschen Mozartstadt Augsburg darstellt und deren bloße Erwähnung wohl bei Jedermann Assoziationen zu klassischer Musik hervorruft? Salzburg also war das Ziel der diesjährigen Konzertfahrt des Philharmonischen Chors.

Salzburger Dom

Leopold Mozarts "Missa brevis in C" wurde einstudiert und begleitete am 14. Juli den sonntäglichen Gottesdienst im Dom zu Salzburg, wo im 18. Jahrhundert unter anderem die Hochzeit des Komponisten stattgefunden hatte. Dazu erklangen sein Offertorium "Beata es, virgo Maria", die italienische Komposition "Alta trinità beata" und das "Ave verum corpus" von W. A. Mozart. Für uns Sängerinnen und Sänger war es ein ganz besonderes Erlebnis: Wir standen um Chorleiter Wolfgang Reß herum auf der Empore mit der größten der 7 Orgeln des Doms, die von Chor-Korrepetitorin Martina Hellmann exzellent bespielt wurde. Der Chorklang füllte den barocken Raum, berührte die Zuhörer und gab dem Gottesdienst einen besonders feierlichen Charakter. Domkapellmeister János Czifra zeigte sich begeistert und dankte mittels Verteilung von Salzburger Süßigkeiten an die maßgeblichen Organisatoren und Mitwirkenden.

Chorleiter Wolfgang Reß, Organistin Martina Hellmann, Domkapellmeister János Czifra

Im Anschluss begaben wir uns zum Sebastiansfriedhof, wo wir Leopold Mozarts dort begrabenen sterblichen Überresten mit einer spontanen A-capella-Darbietung des "Ave verum" die Ehre erwiesen.

Neben diesen musikalischen und musikhistorischen Höhepunkten und einer intensiven Probe im Dom am Vortag blieb genug Zeit für das, was so eine Chorreise zum äußerst unterhaltsamen, vergnüglichen Ereignis macht: Gemeinsame Essen, Stadtspaziergänge, ausschweifende Gespräche und Ratschereien, ein langer Abend an der Hotelbar. Dass wir reichlich Schnürlregen erlebten und nicht jedes Buffet hielt, was es versprochen hatte - geschenkt. Die Laune der Reisegruppe war bestens, wir hatten eine tolle Zeit zusammen und sehen allen kommenden Chorreisen jetzt schon mit großer Vorfreude entgegen.

Herzlichen Dank an das Organisationsteam Angelika Lidl-vom Hoff, Monika Reß und Werner Meister!

Stefanie Tüchert, 14.07.2019

Fotos: Elisabeth Lachenmaier, Susanne Reitz, Stefanie Tüchert